Jemens Außenministerin im ZDF: Iran Verantwortlich für Kämpfe
Die internationale Bevölkerung muss Iran überzeugen, nicht länger die Kämpfe im Jemen anzufeuern - aus Sicht von Afrah Al-Zouba wäre das ein wichtiger Schritt für ein Ende des Konflikts zwischen den Huthi-Rebellen und der jemenitischen Regierung. Al-Zouba ist Außenministerin des Jemens und berichtet im heute journal:
Un-Sicherheitsrat Verurteilt Huthi-Angriffe
Die von Iran unterstützte Huthi-Miliz hat in einer Blitzoffensive große Teile der jemenitischen Küste an der strategisch wichtigen Meerenge Bab al-Mandab übernommen. Auch Saudi-Arabien, das wiederum die jemenitische Regierung in ihrem Kampf gegen die Huthi unterstützt, gerät seitdem wieder unter Beschuss durch die Huthi.
- Huthi-Miliz: Drei Gründe für ihren Vormarsch
Rückendeckung bekam Al-Zoubas Regierung vom UN-Sicherheitsrat. Die Mitglieder des Sicherheitsrats verurteilten "aufs Schärfste die anhaltenden Angriffe (...), besonders jene, bei denen Zivilisten, darunter Frauen und Kinder, verletzt wurden", hieß es am Freitag in einer Erklärung des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen.
In der Erklärung kritisierten die 15 Ratsmitglieder auch die Angriffe der Huthis auf Saudi-Arabien sowie auf Handelsschiffe im Roten Meer und in der Meerenge Bab al-Mandab.
Un-Flüchtlingskommissar: Lage Im Jemen "Höchst Besorgniserregend"
Der Sicherheitsrat rief zu "konkreter Zusammenarbeit" mit der international anerkannten Regierung im Jemen auf, um zu verhindern, dass die Huthi "Waffen und anderes Material, technische Unterstützung, Ausbildung sowie Finanzmittel" erhielten. Saudi-Arabien habe ein "Recht auf Selbstverteidigung".
UN-Flüchtlingskommissar Barham Salih nannte die jüngste Eskalation im Jemen-Konflikt "höchst besorgniserregend". Die Zivilbevölkerung trage weiterhin die Hauptlast. "Zehntausende Menschen sind vertrieben worden. Tausende fliehen vor dem Konflikt und suchen Zuflucht in Dschibuti und anderen Regionen", sagte Salih.
Außenministerin Al-Zouba: Wollen, Dass Iran Unterstützung Einstellt
Im Jemen kämpft die schiitische Huthi-Miliz seit Jahren gegen die Regierung. Nach einer von den Vereinten Nationen vermittelten Waffenruhe im Jahr 2022 waren die Kämpfe weitgehend zum Erliegen gekommen. Seit Juli haben die gegenseitigen Attacken aber wieder stark zugenommen.
Jemens Militär sei dabei, die Huthi zurückzudrängen, sagte Al-Zouba im heute journal. Man werde die Kontrolle über die Meerenge zurückerlangen und auch verhindern, dass sie das Hochland des Jemen kontrollieren.
"Wir greifen die Huthi nicht an, wir verteidigen unser Volk, wir sind die legitime Regierung und sind dazu auch berechtigt", sagt Al-Zouba. Doch das seien keine internen Kämpfe, die nur den Jemen betreffen - "es geht darum, dass Iran das Ganze befeuert, und wir wollen, dass die internationale Gemeinschaft sich dafür einsetzt, dass Iran dieses einstellt." Iran sei auf ähnliche Weise bereits im Libanon, im Irak und in Syrien vorgegangen.
Der Vorsitzende des Präsidialrates des Jemen rief derweil zur Mobilmachung gegen die Huthi-Miliz auf. "Ich rufe die Söhne unseres großen Volkes dazu auf, sich an der allgemeinen Mobilmachung" zu beteiligen, sagte Raschid al-Alimi in einer Rede. Huthi-Mitglieder, die auf die Seite der Regierung überliefen, würden im Rahmen einer Amnestie begnadigt, fügte er hinzu.
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Quelle: Mit Material von AFP und APÜber dieses Thema berichtete das heute journal am 24.09.2026 ab 22:00 Uhr.
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